19. Juni 2016

GUMMIBÄRCHEN FÜR UNSERE JUNGS

gummibärchenGestern bin ich von der Akademie Burg Fürsteneck zurückgekommen, wo ich eine Bildungswoche zum Thema Achtsamkeit und Kreativität geleitet habe und am Donnerstag Abend mit der gesamte Gruppe im Aufenthaltsraum saß, um unseren Jungs beim EM-Spiel gegen Polen zuzusehen.

Wir hatten Schwarzer Hahn (ein wunderbares Schwarzbier) vor uns stehen und waren mit Salzstangen und Wasabi-Nüssen ausgestattet. Es fehlten nur noch Gummibärchen, die ich aus einer der großen Schubladen herausfischte, als eine Teilnehmerin erzählte, dass sie vor kurzem die Deutsche Nationalmannschaft betreut habe.

Es stellte sich heraus, dass sie bei der Lufthansa die First Class Fluggäste betreut und natürlich wollten wir ALLES über die Jungs wissen und verpassten dabei sogar den Anpfiff, aber was das schon im Vergleich zu Informationen aus erster Hand? Aber sie hielt sich – ganz professionell – zurück und ihr war lediglich zu entlocken, dass unsere Jungs „so unglaublich jung“ wirken würden und dass sie jede Menge Gummibärchen verschlungen hätten, die sie lieben würden, obwohl sie sie eigentlich nicht essen dürften, weil man nämlich nicht sicher sein könne, ob nicht irgendwelche doping-verdächtigen Substanzen in ihnen vorhanden sind.

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O.k., ich merke gerade, dass dieser Blogbeitrag bisher keinen literarischen oder irgendwie künstlerischen Bezug hat…

Aber das lässt sich schnell ändern, indem ich hier von der Seitenlinie aus ganz elegant die Ballinformation einwerfe, dass an diesem Fussball-Donnerstag vor drei Tagen, am 16. Juni also, Bloomsday war. Sie wissen schon: der Tag, an welchem der Roman Ulysses von James Joyce spielt. Der einzige Feiertag der Welt, der einem Roman gewidmet ist und an welchem in Dublin jede Menge Veranstaltungen stattfinden. Natürlich hatte ich mit meinen TeilnehmerInnen auf den Bloomsday angestoßen, mit Wasser zwar, nicht gerade irish-like also, aber der Schwarze Hahn musste noch bis zum Fussballspiel warten.

Und von der Seitenlinie hier noch ein weiterer Einwurf: es kann sein, dass ich mit meinem nächsten Blogbeitrag nochmals auf den Ulysses zu sprechen komme. Und zwar im Zusammenhang mit einem weiteren prominenten Gast, den meine Teilnehmerin in der First Class Lounge betreut hat. Neugierig?

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